Fachhochschulen

Fachhochschulen (FH) sind Einrichtungen der Berufsbildung auf Hochschulniveau. Die Fachhochschulen bereiten auf anspruchsvolle Berufstätigkeiten vor, die wissenschaftliche oder künstlerische Kenntnisse und das Beherrschen entsprechender Methoden voraussetzen. Im Vergleich zu den Universitäten sind sie stärker auf die Praxis ausgerichtet. Zurzeit gibt es in der Schweiz sieben öffentliche Fachhochschulen, die seit 1997 durch Konzentrationen und Schwerpunktbildungen aus rund 70 Höheren Fachschulen (Technikerschulen, Höhere kaufmännische Gesamtschulen usf.) hervor gegangen sind. Daneben bestehen mehrere Institutionen mit Fachhochschulstatuts, nicht in eine der sieben FH integriert sind. In der Regel benötigen die Studierenden für die Zulassung an eine Fachhochschule (FH) die Berufsmaturität. Für einige Studiengänge, z. B. an Pädagogischen Hochschulen, wird eine gymnasiale Maturität vorausgesetzt. Andere Abschlusszeugnisse ermöglichen eine Zulassung, wenn die betroffenen Personen gleichwertige Kenntnisse nachweisen können. Gleichzeitig mit den Universitäten stellen auch die Fachhochschulen ihre Studienstrukturen auf das zweistufige "Bologna-System" mit Bachelor- und Masterabschlüssen um.

Fachhochschulen stellen anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung ins Zentrum. Sie integrieren im Ausbildungskonzept die praktische Umsetzung des Unterrichtsstoffes in Projektarbeiten. Folgende Fachrichtungen sind vertreten: Technik, Landwirtschaft, Wirtschaft, Information und Dokumentation, Kunst, Soziale Arbeit, Gesundheit, Musik, Theater, Angewandte Psychologie, Angewandte Linguistik, Pädagogik, Sport.

Bachelor-Master-System

Das Diplomstudium an Fachhochschulen ist zweistufig aufgebaut. Die Umstellung auf das international gültige Bachelor-Master-System erfolgt an den Fachhochschulen seit Wintersemester 2005. Zur Qualitätssicherung im Bologna-Prozess wurde eine gesamtschweizerische Konzeptevaluation der Bachelor-Studiengänge durchgeführt.

Seit Herbst 2008 bieten die Fachhochschulen Master-Studiengänge an (im Bereich Architektur bereits seit 2005). Master-Studiengänge vermitteln den Studierenden vertieftes und spezialisiertes Wissen und bereiten sie auf einen weiter gehenden berufsqualifizierenden Abschluss vor. Das Master-Studium dauert eineinhalb bis zwei Jahre.